Hacker und Virenautoren reichen als Feindbild scheinbar nicht mehr aus: Wer etwas auf sich hält, ist heute von Cyberterroristen bedroht und unternimmt etwas dagegen. Oder zumindest erweckt er den Anschein, etwas zu tun.
Von Peter Marwan
Den Anstoß für das Projekt hat ein Cyber-Angriff auf Estland im vergangenen Jahr gegeben. Dabei waren nach der Verlegung eines russischen Kriegerdenkmals aus der Hauptstadt Tallinn unter anderem Server der estnischen Regierung angegriffen geworden. Die estnische Regierung hatte zunächst behauptet, dass der Ursprung der Angriffe auf die Rechner des Kreml zurückzuführen sei, und schaltete die EU sowie die NATO ein. Eine Beteiligung Russlands an den Cyber-Attacken konnte allerdings nie bewiesen werden.
Ende Januar 2008 ging die Affäre dann ähnlich aus wie einst das Hornberger Schießen: Ein estnisches Gericht verurteilte einen Studenten russischer Abstammung wegen der Angriffe zu einer Geldstrafe von 1100 Euro.
Populäre Nachrichten:
- Das Ende der Souveränität – Vor 70 Jahren verloren Estland, Lettland und Litauen ihre Unabhängigkeit
- Litauen – Europäische Zukunft nach wechselvoller Vergangenheit
- Estnische Fettnäpfchen
- Kalamaja – Neues Trendviertel von Tallinn
- Litauen kann nicht alle Mitgliedsbeiträge bezahlen








