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Cyberterrorismus:Zwischen Panikmache und realer Bedrohung

Veröffentlicht von BR on Jun 7th, 2008 und gespeichert unter International. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Beides, Kommentare und Pings sind derzeit nicht möglich.

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Hacker und Virenautoren reichen als Feindbild scheinbar nicht mehr aus: Wer etwas auf sich hält, ist heute von Cyberterroristen bedroht und unternimmt etwas dagegen. Oder zumindest erweckt er den Anschein, etwas zu tun.

Von Peter Marwan

Die Verteidigungsminister Estlands, Lettlands, Litauens, Italiens, Spaniens, Deutschlands und der Slowakei haben Anfang Mai angekündigt, dass sie in Estland ein Zentrum für Cyber-Sicherheit errichten. Spätestens im August 2009 sollen dort rund 30 Spezialisten dafür sorgen, dass virtuelle Anschläge von Cyber-Terroristen verhindert werden. Es wird erwartet, dass sich im Laufe der Zeit weitere NATO-Länder anschließen. 

Den Anstoß für das Projekt hat ein Cyber-Angriff auf Estland im vergangenen Jahr gegeben. Dabei waren nach der Verlegung eines russischen Kriegerdenkmals aus der Hauptstadt Tallinn unter anderem Server der estnischen Regierung angegriffen geworden. Die estnische Regierung hatte zunächst behauptet, dass der Ursprung der Angriffe auf die Rechner des Kreml zurückzuführen sei, und schaltete die EU sowie die NATO ein. Eine Beteiligung Russlands an den Cyber-Attacken konnte allerdings nie bewiesen werden.

Ende Januar 2008 ging die Affäre dann ähnlich aus wie einst das Hornberger Schießen: Ein estnisches Gericht verurteilte einen Studenten russischer Abstammung wegen der Angriffe zu einer Geldstrafe von 1100 Euro.

 

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