Kaliningrad. In Swetlogorsk findet diese Woche das fünfte internationale Kinofestival „Baltische Debüts“ statt. Auch Deutschland ist vertreten: Am Donnerstag präsentiert das „FilmFestival Cottbus“ zwei aktuelle Filme.
Osteuropa begegnet Deutschland in Kaliningrad: Gezeigt werden die Tragikomödie „Du bist nicht allein“ von Bernd Boehlich und das Liebesdrama „Am Ende kommen die Touristen“ von Robert Thalheim, beide 2007 veröffentlicht. Sie stellen die Schwierigkeiten der später Geborenen dar, sich unter der Last der Geschichte einander anzunähnern.
Schwieriges Erbe
„Am Ende kommen die Touristen“ läuft beim Festival „Baltische Debüts“ als einer von zehn Spielfilmen im internationalen Wettbewerb. Der in Deutschland von Kritikern gelobte Film befasst sich mit den Problemen der Erinnerungskultur, umgesetzt in einer Geschichte um den touristischen Rummel im einstigen Konzentrationslager Auschwitz.
Das Cottbuser Festival will mit seinen Beiträgen in Swetlogorsk aber nicht nur unterhalten, sondern auch Partner gewinnen: Interessierten sollen die Perspektiven der deutsch-russischen Filmbeziehungen und Möglichkeiten künftiger Kooperationen mit der Medienregion Berlin-Brandenburg nahe gebracht werden.
„Russland ist in jüngster Zeit zum mit Abstand bedeutendsten Filmproduzenten des gesamten osteuropäischen Raumes wiedererstarkt. Mit unserer Präsenz auf dem aufstrebenden Festival von Swetlogorsk setzen wir ein Signal im immer wichtiger werdenden russischen Raum und lenken vor Ort zugleich die Aufmerksamkeit auf unseren diesjährigen Fokus ‚Baltikum’“, erklärt der Cottbuser Festivaldirektor Roland Rust.
Filme aus Russland, Polen, dem Baltikum und Skandinavien
Bereits seit Montag findet das Kinofestival „Baltische Debüts“ in Swetlogorsk statt.
Noch bis Freitag stellen sich Filme von Newcomer-Regisseuren aus Russland, Deutschland, Polen, Schweden, Norwegen, Finnland und Estland der internationalen Jury aus Regisseuren, Drehbuchautoren, Kameraleuten und Schauspielern.
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