Schiffe von allen russischen Kriegsflotten werden am Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika teilnehmen.
"Die ständige Präsenz in dieser Problemregion bedeutet die Erfüllung von Aufgaben zur Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt im Golf von Aden und in allen Gewässern am Horn von Afrika durch einzelne Schiffe sowie durch Abteilungen von Schiffen aller Flotten", teilte der russische Flottenchef Wladimir Wyssozki am Sonntag mit.
Die russische Kriegsmarine werde mit Schiffen ständig präsent am Horn von Afrika sein.
"Dies wird von Plänen der Flotteneinsätze vorgesehen", sagte der Admiral.
Die ersten Erfahrungen bei den Einsätzen gegen die Piraten seien vom russischen Küstenschutzschiff " Neustraschimy" gesammelt worden. "Neustraschimy zeigt die Notwendigkeit einer ständigen Präsenz und entschiedenen Handlungen der russischen Kriegsmarine. "Das Ausmaß dieser Präsenz wird entsprechend der Lage vor Somalia bestimmt", sagte Wyssozki.
Der Admiral verwies gleichzeitig darauf, dass die Einsätze der Kriegsschiffe strikt im Einklang mit UN-Richtlinien und dem Völkerrecht sowie den vorhandenen bilateralen Abkommen erfolgen würden.
Die Führung der russischen Kriegsmarine analysiert die Lage im Golf von Aden und es wird die Koordinierung der Handlungen mit ausländischen Schiffen geprüft, die sich in der Region befinden.
Gegenwärtig patrouilliert das russische Küstenschutzschiff "Neustraschimy" an der somalischen Küste, das zivile Schiffe begleitet und den Piraten Widerstand leistet.
Nach UN-Angaben wurden in diesem Jahr an der somalischen Küste 120 Piratenüberfälle registriert, 35 Handelsschiffe gekapert und 600 Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen.
Zurzeit halten die somalischen Piraten 280 Seeleute – Besatzungsmitglieder von 14 Schiffen – fest, die im Golf von Aden und im Indischen Ozean entführt worden waren.
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