US-Bericht macht Pakistan für zukünftigen Anschlag mit Massenvernichtungswaffen verantwortlich.
Wir befinden uns im Krieg mit Pakistan, wir haben uns immer im Krieg mit Pakistan befunden.
Ein auf Anfrage des US-Kongresses angefertigter Bericht schlussfolgert, dass ein großer Terroranschlag irgendwo in der Welt vor 2013 geschehen werde und dass Pakistan dafür verantwortlich sein solle. Die "Commission on the Prevention of Weapons of Mass Destruction Proliferation and Terrorism" hebt Pakistan hervor als eine ernste Bedrohung auf Grund des vorhandenen Netzwerks von Terrorgruppen, der von Instabilität gekennzeichneten Geschichte und des Nuklearwaffenarsenals, berichtet Reuters. Der Stab, angeführt von dem ehemaligen Vorsitzenden des Joint Congressional Inquiry über 9/11 Bob Graham, schlussfolgert dass ein massiver Anschlag wahrscheinlich den Einsatz von nuklearen oder biologischen Waffen in einer Großstadt bedeuten wird.
"Wenn jemand heutzutage Terrorismus und Massenvernichtungswaffen kartografiert, dann würden alle Straßen in Pakistan zusammenlaufen,"
heißt es in dem Bericht. Weiterhin wird verlautbart:
"Der Fokus der US-Politik sollte sein, Pakistan dabei zu helfen, politische und wirtschaftliche Stabilität zu erreichen."
Wenngleich auch anerkannt wird dass Pakistan ein Alliierter der USA ist, heißt es:
"Es besteht eine große Gefahr dass [das Land] auch unwissentlich die Quelle eines Terroranschlags auf die Vereinigten Staaten – möglicherweise mit Massenvernichtungswaffen – sein könnte."
"Das Risiko dass radikale Islamisten – al Kaida oder Taliban – Zugang zu nuklearem Material erhalten könnten, ist real."
wird im Bericht geschrieben.
"Sollte die pakistanische Regierung schwächer werden und das pakistanische Nukleararsenal wachsen, wird dieses Risiko ansteigen. Mit jeder neuen Einrichtung, militärisch oder zivil, kommen zusätzliche Sicherheitsbedenken hinzu."
Es wird geraten, dass die USA eine "Arbeiter-Schar für nationale Sicherheit im 21. Jahrhundert schaffen" durch die Etablierung eines landesweiten Programms der Ausbildung und des Trainings.
Der Beraterstab drängt auch den designierten Präsidenten Barack Obama darauf, "eine härtere Linie zu fahren" mit den sogenannten Schurkenstaaten Iran und Nordkorea. Press Secretary des Weißen Hauses Dana Perino sagte gestern, dass die Bush-Administration dem Bericht zustimme:
"Ich habe keinen Anlass, zu widersprechen."
Der Bericht scheint wenig mehr als aufgewärmte Propaganda zu sein, die den Fokus des Kriegs gegen den Terror auf Pakistan lenken soll. 2002 und 2003 wurde exakt die gleiche Rhetorik verwendet bei der Vorbereitung auf den Irakkrieg, um Unterstützung für eine Invasion zu gewinnen. 2005 beauftragte Dick Cheney das United States Strategic Command (STRATCOM) mit der Erstellung eines Notfallplans für den Fall eines neuen Terrroranschlags auf die Vereinigten Staaten. Der Plan sah massive Luftschläge auf den Iran vor, darunter auch den Einsatz von Nuklearwaffen:
"Die Reaktion hängt nicht davon ab ob der Iran tatsächlich an der terroristischen Handlung gegen die Vereinigten Staaten beteiligt ist."
Ein solcher Anschlag sollte also unmittelbar dem Iran angelastet werden, egal welche anders lauetenden Beweise existieren. Nun wird exakt die gleiche Strategie im Bezug auf Pakistan angewandt, ein Land welches die USA fortlaufend illegalerweise mit Raketen angreifen. Wie wir vergangene Woche betonten, wurden die Anschläge in Mumbai fast unmittelbar Pakistan angelastet, trotz zahlreichen Beweisen die darauf hindeuteten, dass die Täter indische Extremisten waren. Die Anschläge lieferten einen perfekten Vorwand für Barack Obama, die Aggressionen in Pakistan zu verschärfen, wie er es auch in seiner Wahlkampagne angekündigt hatte. Mit dem neuen CPWMDPT-Bericht scheint es nun der Plan zu sein, Pakistan für jeden großen Anschlag in der näheren Zukunft verantwortlich zu machen und dadurch die anhaltende militärische Besatzung eines größeren Teils des mittleren Ostens zu rechtfertigen.
von Steve Watson
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