In Finnland gibt es derzeit eine Diskussion über das Buch “Hinter der Angst”. Die Autoren Imbi Pajun und Sofi Oksanen beschäftigen sich darin mit der mangelnden Unterstützung Finnlands für die Unabhängigkeitsbestrebungen Estlands vor 20 Jahren.
Die Tageszeitung Savon Sanomat versteht die Debatte nicht:
“Insgesamt hat das Buch im Voraus für mehr Aufregung gesorgt, als es das Problem Wert ist. Estland ist seit fast zwei Jahrzehnten unabhängig, gehört seit Jahren zur Europäischen Union und zur Nato. Über vier Jahrzehnte unter sowjetischer Herrschaft haben Erfahrungen mit sich gebracht, die man nicht wiederholen will, deshalb hat sich die kleine baltische Republik nach Westen ausgerichtet. Finnlands Geschichte ist anders verlaufen. Und so hatten die Finnen andere Möglichkeiten. … Es ist gut, die Fragen in der Gegenwart aufzuwerfen, auch wenn sie auf den Verlauf der Vergangenheit keinen Einfluss gehabt hätten. Was Estland betrifft, waren das Land und seine Regierungschefs sehr wohl in der Lage, ohne große öffentliche finnische Unterstützung die Unabhängigkeit zu erlangen.”








