Diese Zeitperiode reicht von dem Aufstellen der Grundrichtlinien im Jahre 523 durch den legendären prußischen König Waidewut bis kurz vor den Anfang der Leidenszeit unter Polen im Jahre 1002.
Um das Jahr 550 verlangte Fürst Andislaus von Masowien Tribut. Bis um das Jahr 700 zogen die Masowiener ins Weichselgebiet und lösten somit die Goten als neue Nachbarn ab. König Yngvar von Upsala griff im Jahr 650 Prußen an und leitete eine Folge von wiederholtem Eindringen der Skandinavier ins Land ein, welches bis ins 11. Jahrhundert anhielt. Um 670 predigte in Prußen der englische Missionar Suitbert zwei Jahre das Evangelium.
Im Jahr 832 überfielen Dänen und Schweden das Küstengebiet des Prußenlandes. Um 860 bildete der dänische Missionar Ansgar Kinder in Prußen zu Missionaren aus. Der Angelsachse Wulfstan berichtete im Jahr 876 von der Fähigkeit der Prußen selbst im Sommer Eis herzustellen.
Im Jahr 912 versuchte der Däne Lothönöknut und sein König Reghar Lodbrok das Prußenland zu unterwerfen. Im Jahr 925 unternahm der Dänenkönig Harald Blauzahn einen erneuten, wiederum erfolglosen, Versuch. Erst um 940 hat Prinz Haquin, der Sohn König Haralds II. von Dänemark, das prußische Gau Samland unterworfen und nannte sich „König des Samlandes“. Im Jahr 950 wurde ein kleinerer polnischer Einfall ins prußische Gau Samland gemeldet.
Das Jahr 997: Bischof Adalbert von Prag, begleitet von Bruder Gaudentius und Priester Benedictus, setzten die christliche Mission in Prußen fort. Er wurde jedoch wegen wiederholtem, unrespektvollem Eindringens in die heiligen Haine der Prußen des Landes verwiesen. Am 23.04.997 wurde er erneut bei seiner Landung gestellt und wegen bewaffneten Betretens eines heiligen Hains getötet.
-dig-
Fortsetzung folgt.
Prußen-Linksammlung: http://prusa.gemdeal.org
Foto: Marienburg im Prußenland, Stahlstich nach Domenico Quaglio, 1834
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