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Welttag der Pressefreiheit: Internet bedroht Journalismus

Veröffentlicht von BR-News on Apr 30th, 2009 und gespeichert unter Gesellschaft. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Beides, Kommentare und Pings sind derzeit nicht möglich.

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Der 3. Mai ist Welttag der Pressefreiheit. Aus diesem Anlass reflektiert Ali Žerdin in der Tageszeitung Dnevnik (Slowenien) über die Rolle der Journalisten in der heutigen Zeit:

“Es ist schwerer geworden die Arbeit der Journalisten auf dem Markt zu bewerten. Ein Markt auf dem nach der Entstehung des Internets keiner mehr das intellektuelle Eigentum, welches die Pressefreiheit schafft, bewerten kann. Es scheint völlig selbstverständlich zu sein, dass heutzutage im Internet alles umsonst ist – auch wenn es sich dabei um einen Text von hoher Relevanz für die Gesellschaft handelt, in den eine Menge an journalistischer Arbeit investiert wurde. Das wird einer der zentralen Widersprüche der Zukunft werden. Ein Paradox, denn der Markt ist in der Lage, die Produkte der PR-Industrie zu bewerten. Was wäre, wenn die freie Presse verschwinden würde? Es würde auch die Öffentlichkeit verschwinden. So auch die Bürger und Bürgerinnen, die Wähler und Wählerinnen. Und was bleibt? Bekommen wir einen Welttag des freien Marktes? Einen Welttag der unbegrenzten politischen Macht? Könnten diese beiden Tage alle anderen Welttage ersetzen?”

 


INFOBOX:

WIKIPEDIA: Pressefreiheit bezeichnet das Recht von Rundfunk, Presse und anderen (etwa Online-) Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen.


Bild:  US-Briefmarke zum Gedenken an die Pressefreiheit / Medienarchiv Wikimedia Commons

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