Das Haus des verstorbenen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman ist dessen Wunsch entsprechend meistbietend versteigert und von dem Norweger Gude Gudeson erworben worden, der dort gemeinsam mit Bergmans Tochter Linn Ullmann ein Begegnungszentrum für Künstler schaffen will.
Die Tageszeitung Svenska Dagbladet findet, dass dies zu Bergmans Karriere passe, die ohne staatlichen Einfluss verlaufen sei:
“Als das Haus noch zum Verkauf stand, … wurden empörte Stimmen laut, wonach der Staat eingreifen möge. Ansonsten würde ja das Kulturerbe veruntreut. Die Debatte war eine erneute Erinnerung daran, wie tief die Vorstellung sitzt, ein alles umfassender Staat sei Voraussetzung für Kultur. Aber Bergman selbst war ein Beispiel dafür, dass dem nicht so ist. So lief seine Filmproduktion zum größten Teil vollkommen ohne Einfluss irgendwelcher Filmpolitik. Im Gegenteil, er fühlte sich von den eifrigen Steuerpolitikern des Staates eher aus dem Land getrieben. Dass Bergmans Haus auf [der Ostseeinsel] Fårö nun eine private Kulturinstitution wird, erscheint als logische Folge einer Künstlerkarriere, die eher trotz als dank der Staatsmacht vollendet wurde.”
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