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Aufschwung in den USA unsicher

Veröffentlicht von eurotopics on Okt 30th, 2009 und gespeichert unter Presseschau. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Beides, Kommentare und Pings sind derzeit nicht möglich.

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Die US-Wirtschaft ist im Dritten Quartal dieses Jahres erstmals seit dem Frühjahr wieder gewachsen. Doch die Zahlen könnten blenden. Da der Aufschwung hausgemacht ist und vom Inlandskonsum abhängt, steht er auf wackeligen Beinen. Außerdem gibt es globale Ungleichgewichte, vor allem mit China.

Les Echos – Frankreich

In den USA geht es mit der Wirtschaft aufwärts, doch die Wiederbelebung ist nur hausgemacht und könnte schnell vorüber sein, warnt die Tageszeitung Les Echos:

“Nach der längsten Rezession seit den 1930er Jahren wächst die Aktivität der größten Wirtschaftsmacht der Welt dreimal schneller als in Frankreich oder Deutschland. Die Hälfte des Wachstums kommt von der Abwrackprämie, die seit August nicht mehr existiert. Der zweite Grund für die Dynamik ist der Immobilienmarkt, der von der Senkung der Zinsen und vom Steuernachlass gedopt wird, den jene erhalten, die zum ersten Mal ein Haus kaufen. Anders gesagt, der Aufschwung kommt tatsächlich von den Maßnahmen der Regierung. Aber ihr Effekt wird flüchtig sein.” (30.10.2009)

Financial Times Deutschland – Deutschland

Das jüngste Wachstum in den USA löst keinen Jubel aus, weil es noch viele Faktoren wie die hohe Arbeitslosigkeit bedrohen. Deshalb sollte die Regierung schon mal ein neues Konjunkturpaket vorbereiten, schreibt die liberale Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland:

“Die Verbraucher reagieren nach wie vor alarmiert auf die für US-Verhältnisse extrem hohe Arbeitslosenquote von zuletzt fast zehn Prozent.

… Und wer in den USA keinen Job mehr hat, fällt deutlich tiefer als in Deutschland. Dies könnte sich nicht nur gesellschafts-, sondern auch konjunkturpolitisch als fatal erweisen. Sollte die Arbeitslosigkeit weiter steigen, droht die wichtigste Säule der US-Wirtschaft, der private Konsum, als Treiber des Aufschwungs auszufallen. Auch der Ölpreisanstieg und viele weiterhin taumelnde Banken sind mögliche Gefahrenherde. Angesichts solch wackeliger Aussichten kann es nicht schaden, dem Rat des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz zu folgen und schon einmal ein neues Konjunkturpaket vorzubereiten – um schnell reagieren zu können, falls die Konjunktur doch wieder zu kippen beginnt.” (30.10.2009)

The Independent – Großbritannien

Um langfristig der Krise zu entrinnen, müssen die USA weniger konsumieren und mehr exportieren, schreibt die Tageszeitung The Independent:

“Ein billigerer Dollar hat begonnen, die US-Exporte zu begünstigen und das große Außenhandelsdefizit des Landes zu verringern. Aber diese Verbesserung muss auf eine viel substanziellere und dauerhafte Basis gestellt werden. Eine Lehre der Krise ist, dass früher oder später die Realität globale Unausgewogenheiten einholt.

In den unsterblichen Worten von Herb Stein, dem ökonomischen Berater von Präsident Nixon: ‘Wenn etwas nicht für immer weitergehen kann, dann wird es das nicht.’ Sollen die USA zu robustem, nachhaltigem und langfristigem Wachstum zurückkehren, so müssen diese globalen Unausgewogenheiten korrigiert werden. Amerika wird den Konsum zurückschrauben und mehr exportieren müssen, während insbesondere China mehr konsumieren und weniger exportieren muss.” (30.10.2009)

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