Der neue deutsche Außenminister Guido Westerwelle ist mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals offiziell bei einem EU-Gipfel aufgetreten.
Die linksliberale Tageszeitung lotet die Möglichkeiten Westerwelles aus:
“Wann immer er [Westerwelle] ins Scheinwerferlicht der internationalen Bühne strebt, wird Merkel schon da sein.
… Er muss durch Themen auffallen und eigene Schwerpunkte setzen. … Doch wenn Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger im Weißen Haus, Unterstützung aus Deutschland braucht, ruft er Angela Merkel an.
… Eine eigene, eine liberale Handschrift … wird er dort [in den USA] nicht hinterlassen. Diese Möglichkeit bietet sich nur sehr viel näher der Heimat. Zum Beispiel dann, wenn es um die Zukunft der Europäischen Union geht.
Im Koalitionsvertrag ist verankert, weitere Aufnahmen in die EU solle es nur ‘mit Augenmaß’ geben.
… Es wird interessant sein zu sehen, ob und wie sehr Westerwelle dagegen hält. Die Vorstellung von der EU als einem christlichen Club sollte einem liberalen Geist jedenfalls nicht gefallen.”
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