Baltische Rundschau - Die Grösste deutschsprachige Zeitung im Baltikum

Lettischer Basketballverband bestürzt über Tod von russischem Clubseigner

Veröffentlicht von RIA Novosti on Nov 3rd, 2009 und gespeichert unter Panorama. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Beides, Kommentare und Pings sind derzeit nicht möglich.

  • Share

Der Tod von Schabtai Kalmanowitsch, Präsident des Frauen-Basketballclubs Spartak Widnoje (bei Moskau) und Manager der russischen Frauen-Basketballauswahl, ist ein riesiger Verlust für den internationalen Basketball.

Riga / Mokau (RIA Novosti) – Das sagte der Präsident des Lettischen Basketballverbandes, Ojars Kehris, am Montag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Riga. Kalmanowitsch war am selben Tag im Stadtzentrum Moskaus erschossen worden.

“Ich bin schockiert. Kalmanowitschs Tod ist ein immenser Verlust für den internationalen Basketball … Er hatte diese Sportart auf eine neue Ebene gehoben. Ich bin sprachlos”, sagte der Lette. “Das, was Kalmanowitsch aus dem litauischen Club Zalgiris gemacht hat, ist eine absolutes Meisterwerk. Und sein Beitrag zum russischen Basketball ist unermesslich. Er war ein Profi und ein Enthusiast … Kalmanowitsch hatte auch viel für unser Land getan. Lettland hat einen Freund verloren”, sagte Kehris.

Im Sommer dieses Jahres schnitt die russische Auswahl, deren Manager Kalmanowitsch war, bei der Europameisterschaft in Lettland mit Silber ab. Spartak Widnoje unter seiner Leitung war drei Mal in Folge Sieger der Euro-Liga.

Nach polizeilichen Angaben wurde der Wagen des 59-Jährigen Geschäftsmannes am Montagabend aus einem vorbeifahrenden Auto mit Schnellfeuerwaffen beschossen. Kalmanowitsch, der etwa 20 Kugeln abbekommen habe, sei auf der Stelle tot gewesen. Der verwundete Fahrer habe versucht, die Angreifer zu verfolgen, habe aber bald aufgegeben. Er werde gegenwärtig unter strenger Bewachung in einem Krankenhaus operiert, hieß es. Die Ermittler gehen von einem bestellten Mord aus.

Der 1949 in Kaunas (Lettland) geborene Kalmanowitsch emigrierte nach der Absolvierung der Polytechnischen Hochschule von Kaunas 1972 nach Israel. 1988 verurteilte ihn ein israelisches Gericht wegen des Verdachts von Spionage zugunsten der damaligen Sowjetunion zu neun Jahren Haft. Nach der vorzeitigen Haftentlassung 1993 kehrte Kalmanowitsch nach Russland zurück, wo er sich auf diverse Geschäfte, hauptsächlich im Handel, spezialisierte.

1996 wurde Kalmanowitsch Miteigentümer des litauischen Basketballclubs Zalgiris. Nach dem Sieg des Clubs in der Euro-Liga wurde Kalmanowitsch vom litauischen Präsidenten mit dem Fürstentitel ausgezeichnet.

Seit 2003 arbeitete Kalmanowitsch als Manager in russischen Damen-Basketballclubs. Er war auch Berater des Gouverneurs des Gebiets Moskau, Boris Gromow. Im Dezember 2008 wurde Kalmanowitsch zum Chefmanager der russischen Damen-Basketballmannschaft ernannt. Er war drei Mal verheiratet und hinterließ zwei Söhne und zwei Töchter.

Populäre Nachrichten:


Kfz-Versicherung


Weitere Nachrichten:

Estland: Pistolen von Spion Herman Simm haben neue Besitzer gefunden
Audi: Älteste Modelle der Welt
Erster Passagier des Weltraumjets «Lynx» steht fest
  • Share/Bookmark

Kommentare nicht möglich



Anmelden | COPYRIGHT © 1994-2010 LOTC MEDIA - PUBLICITAS JSC. All rights reserved. | BALTISCHE RUNDSCHAU ONLINE - ISSN 2029-2635
Die Meinung eines Verfassers, welche in einzelnen Artikeln zum Ausdruck gebracht wird, muss nicht mit der Meinung der Redaktion der Baltischen Rundschau übereinstimmen.