In einem der größten Wettskandale in der Geschichte des internationalen Fußballs stehen laut Ermittlern europaweit rund 200 Spiele unter Manipulationsverdacht.
Die Gratiszeitung Metropol fühlt sich betrogen:
“Diese Geschichte hat mit Fußball … nichts zu tun. Hier geht es nicht um atemraubende Dribblings, wunderbare Querpässe, tolle Abwehrparaden oder unhaltbare Torschüsse. Nein, hier geht es darum, dass unser Vertrauen erschüttert worden ist. Vom Profi-Boxsport wissen wir schon seit langem, dass nicht die Leistung, sondern das Geld dafür ausschlaggebend ist, ob jemand einen Titel gewinnt oder nicht.
… Nun hat der Fußball einen Schlag ins Gesicht bekommen.
… Die UEFA spricht vom größten europäischen Wettskandal aller Zeiten. All jene, die in den internationalen Wettskandal involviert waren, haben Unmengen an Geld verdient. Wir anderen, die mit Sportwetten nichts zu tun haben, sondern den Fußballsport einfach nur lieben, sind um eine Illusion ärmer geworden.”
Sponsoren wollen Betrüger-Clubs kündigen
Der Sportartikelhersteller Adidas will hart durchgreifen, falls von ihm ausgerüstete Sportler oder Mannschaften in den Fußball-Wettskandal verwickelt sind.
“Wir haben in unseren Verträgen mit Sportlern und Vereinen ganz klar drin, dass wir bei kriminellen Vergehen die Zusammenarbeit fristlos kündigen können“, sagte Adidas-Chef Herbert Hainer der “Süddeutschen Zeitung“. Dies habe man in der Vergangenheit etwa bei Doping-Fällen schon getan. Auch Puma und Audi kündigten in der “Süddeutschen Zeitung“ an, Ausrüster- oder Sponsoringverträge bei Verwicklungen in den Wettskandal sofort zu kündigen.
Bild: Adidas-Chef Herbert Hainer | dpa
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