Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat Belarus besucht und dem von der EU geächteten Präsidenten Alexander Lukaschenko geschmeichelt.
Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes ist entsetzt: “Berlusconi hat gezeigt, wie man mit einem Diktator umgeht: Man fährt zu ihm, umarmt ihn und lobt ihn von Herzen.
… Sicher, es gibt Fälle, in denen Beziehungen mehr als Isolation dazu beitragen, Diktatoren zu vermenschlichen. US-amerikanische Präsidenten verkehrten deshalb mit sowjetischen und chinesischen Generalsekretären. Aber da ging es auch um etwas. Als [der frühere französische Präsident François] Mitterrand [vor der Samtenen Revolution] nach Prag kam, traf er sich auch mit Dissidenten. Berlusconi hat niemand außer Lukaschenko getroffen. Ihm ging es vor allem um Geschäfte.”
Bild: Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi | Archiv
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