Die Debatte in Estland über eine Einführung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften wird immer hitziger.
Die Tageszeitung Postimees ruft beide Seiten zu mehr Mäßigung und zu einer Versachlichung der Debatte auf:
“Eine entsprechende Regelung durch den Staat bedeutet für die meisten Bürger keine Veränderungen in ihrem täglichen Leben, aber natürlich bedeuten gleichgeschlechtliche Partnerschaften ein Umdenken innerhalb der gewohnten kulturellen und gesellschaftlichen Strukturen, und es benötigt Zeit, sich daran zu gewöhnen.
Auf der einen Seite stehen heute glühende Verfechter, die von der anderen Seite leidenschaftlich bekämpft werden, während der Rest versucht, das Thema möglichst zu ignorieren.
Die Gegner werden dabei als altmodische Heuchler beschimpft, die Homosexuellen dagegen als Kranke. Beides kann so nicht im Raum stehen bleiben, und mit solchen Argumenten kann so eine Veränderung nicht durchgeführt werden.
Und jeder hat das Recht auf Schutz, aber auch auf eine Äußerung seiner Meinung.”
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