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Skandinaviens ältesten Königreich

Veröffentlicht von 4trips on Dez 8th, 2009 und gespeichert unter Reise, Skandinavien. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Beides, Kommentare und Pings sind derzeit nicht möglich.

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Dänemark entdecken!

Den Dänen geht es gut – so gut, dass manche Experten angesichts der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahre bereits zu warnen beginnen. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr, die Löhne liegen deutlich über EU-Durchschnitt. Doch vor allem der scheinbar unaufhaltsame Anstieg der Immobilienpreise nährt Befürchtungen vor einer Spekulationsblase, die irgendwann platzen könnte. Noch ist davon aber nichts zu merken – im Gegenteil. Immer mehr der 5,3 Mio. Dänen investieren in Eigentumswohnungen, in ein Haus mit Garten auf dem Land – oder sie kaufen oder bauen sich eines der beliebten Ferienhäuser, am besten natürlich in unmittelbarer Nähe der rund 7300 km langen Küste. Allerdings müssen die Untertanen von Königin Margrethe II. für die dänisch Sommerhäuser (sommerhuse) genannten Feriendomizile heute im Durchschnitt mehr als doppelt so viel zahlen wie vor knapp zehn Jahren. Der Wohlstand macht’s möglich – und die Dänen sind zufrieden, mehr noch: glücklich. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer weltweiten Studie, die die Erasmus-Universität Rotterdam 2005 veröffentlichte. Im Vergleich von 90 Ländern leben die glücklichsten Menschen zwischen Svendborg und Skagen, zwischen Blåvand und Nexø. Da kann selbst die Schweiz auf Platz zwei nicht mithalten.

Dänemarkreisende können zumindest in den schönsten Wochen des Jahres ein wenig von diesem Umstand profitieren. Das tun alljährlich rund 1,5 Mio. Gäste aus dem südlichen Nachbarland. Damit bilden die Deutschen die mit Abstand größte Gruppe ausländischer Touristen. Ihre Wahl ist klar: Die meisten von ihnen verbringen ihren Urlaub in einem der hyggeligen, also gemütlichen und immer komfortableren Ferienhäuser.

Ob es den Dänen so gut geht, weil sie die europäische Gemeinschaftswährung Euro nicht eingeführt haben oder gerade deshalb, bleibt dabei eine offene Frage. Tatsache ist, dass sich die überzeugten Skandinavier bei der letzten Abstimmung Ende 2000 gegen den Euro aussprachen. Die Dänen wollten lieber ihre Krone behalten – auch wenn diese so eng an den Euro gekoppelt ist, dass pekuniäre Freiheit kaum möglich ist. Also haben sich die Dänen an die neue Währung gewöhnt: Als Zweitwährung von Touristen, die damit in vielen Feriengebieten Dänemarks bezahlen können, ist der Euro längst ein Stück Alltag. Ein gewisser Pragmatismus kennzeichnet die Dänen letztlich schon seit der Wikingerzeit: Sie reden lokal, denken regional – und handeln gern global: mit Wirtschaftsbeziehungen in die ganze Welt. Dänemark ist ein Land, das sich dem Neuen öffnet. Und Neues bedeutet heute zumeist das wirtschaftlich Neue. Das einst reine Agrarland hat seine Landwirtschaft umstrukturiert: Dänische Bauern arbeiten heute so produktiv wie wenige ihrer Kollegen weltweit. Mit einer modernen Infrastruktur, neuen Autobahnen und vor allem den Brücken über den Großen Belt und über den Øresund nach Schweden hat sich Dänemark zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft gewandelt. In Zukunftstechnologien wie etwa der Windkraft gilt das Land weltweit als führend. Dies trifft auch für Medizin und Pharmazie zu: Am Øresund rund um Kopenhagen liegt das »Medicon Valley«, in dem zahlreiche Pharmafirmen forschen und produzieren. | (4trips)

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