Rigas Vizeoberbürgermeister Ainārs Šlesers wird nächsten Juli einen Gipfel für Bürgermeister aus europäischen Ländern und GUS-Staaten veranstalten, parallel zum russischen Popfestival Jaunais vilnis im Rigaer Seebad Jūrmala.
Zu unlettisch findet das die Internetzeitung Cita Diena:
“Etwa 100 bis 150 Bürgermeister aus Großstädten in Europa und Asien sollen anreisen, insgesamt werden es mehr als 1.000 Besucher sein, und der Stadtrat gibt Millionen dafür aus, damit sie durch Jaunais vilnis einen Eindruck von Lettland erhalten.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, nicht aber darüber, dass Jaunais vilnis eindeutig keine lettische Veranstaltung ist.
… Wenn nun ein internationales Ereignis gleichzeitig mit Jaunais vilnis abgehalten wird, steht dahinter der Wunsch, die Gäste mögen vergessen, dass sie in Lettland sind und dass es Lettland überhaupt gibt.
Ginge es den Organisatoren wirklich um das Bild von Lettland, sollten sie den Besuchern stattdessen den Eindruck vermitteln, dass sie in Lettland sind, wo Letten mit einer eigenen Sprache und Kultur leben.”
Bild: Rigas Vizeoberbürgermeister Ainārs Šlesers | Archiv
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