Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will Werbeeinnahmen von Internet-Firmen besteuern.
Der Vorstoß richtet sich gegen Unternehmen wie den US-amerikanischen Konzern Google, die einen Großteil des französischen Online-Werbemarktes abschöpfen, ohne Steuern in Frankreich zu bezahlen. Eine absurde Idee, meint die Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland:
“Denn sie ignoriert komplett das Wesen des Internets, in dem Konzerne ihren Hauptsitz in den USA haben, die Verwaltungen in Irland sitzen und die Server weltweit verteilt sind. Wie da überhaupt die Steuerschuld berechnet und eingetrieben werden soll, weiß selbst die Kommission nicht so genau. Das sollen die Konzerne selbst herausfinden, egal wie teuer und aufwendig das wird. Und alles nur, damit Sarkozy mittelfristig bis zu 20 Mio. € mehr im Staatshaushalt hat, um eine PR-Kampagne gegen Raubkopierer oder zweifelhafte Subventionen für Zeitungsverlage zu finanzieren. Letztendlich bestraft eine solche Steuer nur jene Unternehmer im eigenen Land, die lieber auf Innovationen setzen als auf Subventionen.”
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