Usbekistan hat seine Gaslieferungen an das zentralasiatische Anrainerland Tadschikistan halbiert. Ein mutmaßlicher usbekischer Spion hat in Tadschikistan unterdessen 20 Jahre Haft erhalten.
Duschanbe (RIA Novosti) — Wie Schawkat Schoimow, Vizechef des tadschikischen Energiekonzerns Tajiktransgas, am Freitag mitteilte, wurden die Lieferungen aus Usbekistan seit Donnerstag von 30.000 auf 15.000 Kubikmeter pro Stunde reduziert.
Das sei auf Zahlungsrückstände zurückzuführen. Tadschikistan sei aber daran nicht schuld: Die Zahlung erfolge über ausländische Banken, die zurzeit Neujahrs- und Weihnachtsferien machen. „Wir gehen davon aus, dass das Problem in den nächsten Tagen gelöst wird”, so Schoimow.
Ein tadschikischer Staatsbürger wurde unterdessen zu 20 Jahren Haft wegen Spionage für Usbekistan verurteilt. Der im Juli 2009 Festgenommene soll in Tadschikistan Geheimdaten zu den Kraftwerken Sangtuda-1 und Baipasa gestohlen haben, sagte ein Sprecher des Obersten Gerichts des Landes RIA Novosti.
Die beiden Länder sind Mitglider der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), die anstelle der zusammengebrochenen Sowjetunion entstanden war.
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