Die lettische Innenministerin Linda Murniece rechnet nicht damit, dass es am 13. Januar, dem 1. Jahrestag der Volkskrawalle in Riga, erneut zu Massenunruhen kommt, teilte der Lettische Rundfunk am Montag mit.
Riga (RIA Novosti) — Vor dem Hintergrund der schwierigen Wirtschaftssituation im Land hatten am 13. Januar 2009 mehrere Tausend Menschen das Parlamentsgebäude in Riga mit Steinen und Flaschen beworfen und die Polizei attackiert. Damals wurden mindestens 50 Menschen verletzt und rund 100 festgenommen.
„Das Volk hat inzwischen eingesehen, dass sich das Problem nicht mit dem Zerschlagen von Glas lösen lässt“, sagte Murniece in einem Rundfunkinterview. Laut der Ministerin wird die Polizei am Mittwoch auf einen verstärkten Dienst umgestellt. „Die Polizei ist auf alle möglichen Provokationen gefasst.“
Die Ministerin merkte zugleich an, ihr lägen keine Informationen über eine Bedrohung für das Parlamentsgebäude vor.
Lettland durchlebt eine schlimme Wirtschaftskrise. Wegen des Bankrotts vieler Betriebe haben Tausende von Menschen ihre Arbeit verloren. Landesweit finden Proteste statt. Experten schließen erneute Massenunruhen nicht aus.
Populäre Nachrichten:
- Das Ende der Souveränität – Vor 70 Jahren verloren Estland, Lettland und Litauen ihre Unabhängigkeit
- Litauen – Europäische Zukunft nach wechselvoller Vergangenheit
- Estnische Fettnäpfchen
- Kalamaja – Neues Trendviertel von Tallinn
- Litauen kann nicht alle Mitgliedsbeiträge bezahlen








