Lettland droht kein Staatsbankrott mehr. Das stellte Lettlands Premier Valdis Dombrovskis in einem RIA-Novosti-Gespräch fest.
Riga (RIA Novosti) — “Das schwierigste war wohl das 3. Quartal 2009″, sagte er. “Laut Prognosen, die mit der EU-Kommission und dem IWF abgestimmt wurden, wird die Rezession in Lettland in diesem Jahr bei vier Prozent liegen, Lettlands Zentralbank spricht allerdings von 2,5 Prozent. Im 2. Halbjahr rechnen wir mit einem Wirtschaftswachstum in Lettland.”
Im vergangenen Jahr gingen zahlreiche lettische Betriebe Pleite. Die Arbeitslosigkeit stieg auf 19 Prozent. Die Haushalte in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes wurden wesentlich gekürzt. Im März 2009 erklärte Dombrovskis, das Land stehe am Rande des Bankrotts.
“Die Arbeitslosenrate hat sich inzwischen stabilisiert”, sagte der Premier im RIA-Novosti-Interview. “Außerdem schreiben wir erstmals seit mehreren Jahren schwarze Zahlen in der Handelsbilanz.”
Als konstruktiv bewertete Lettlands Premier die Entwicklung der Beziehungen seines Landes zu Russland.
“Momentan arbeiten wir an zwei Vertragsentwürfen: Über die Verhinderung der Doppelbesteuerung und über den Investitionsschutz”, sagte er. “In dieser Frage befinden wir uns in der Endphase.”
Die Beziehungen zwischen Moskau und Riga hatten sich nach dem Südossetien-Konflikt im August 2008 verschlechtert: Der Präsident und der Außenminister Lettlands sowie das lettische Parlament verurteilten Russlands Vorgehen in Georgien und bewerteten dieses als einen “Aggressionsakt”.








