Paavo Kangur über “Prussialandia” als neue Heimstatt für Baltikumrussen
Die russische Exklave Kaliningrad, Teil des früheren Ostpreußens, könnte zum Modellstaat “Prussialandia“ werden, schlägt Paavo Kangur in der Tageszeitung Postimees (Estland) mit leichter Ironie vor.
Dort wäre genug Platz für die ewig unzufriedene russische Minderheit in Estland und Lettland:
“In Prussialandia ließen sich all die schönen Ideen und Losungen von Zweisprachigkeit und kultureller Autonomie umsetzen, und das würde die Baltikumrussen von ihrem Gefühl der Unterdrückung befreien und überdies zu einem neuen Wirtschaftsboom führen. Es bräuchte keine Beschränkungen bezüglich der Staatsbürgerschaft zu geben: Wer in Prussialandia geboren ist oder Vorfahren von dort hat, würde automatisch einen Pass bekommen, und dann würden dort alteingesessene Deutsche und russische Neuankömmlinge brüderlich und glücklich zusammenleben.
… Es bliebe freilich das Problem Belarus, denn so absurd das klingen mag, das Gebiet Kaliningrad hat vor allem angespannte Beziehungen zu Minsk. Der Grund ist der Streit um die Energieversorgung, aber nachdem wir in Estland schon Spezialisten auf dem Gebiet sind, würden wir unsere brüderliche Hilfe für den Aufbau von Prussialandia natürlich nicht verweigern.”
[poll id="5"]
Sie müssen angemeldet sein um einen Kommentar zu schreiben Benutzername
Michael Zinsmeister
14. Januar 2010 at 08:33
Na Klasse, der gleiche Depp wie im Iran, auf solche Hirnlosen sind wir hier in Estland grad noch stolz :-)
Schmidt
20. Januar 2010 at 20:31
Ist schon lange her, dass ich so was dämliches zu lesen bekam.
Habt Ihr in Estland nix anderes zu tun?
Jörg Metelmann
22. Januar 2010 at 13:44
Der völkerrechtliche Zustand muß wieder hergestellt werden. Beute an fremden Staatsterritorium und die Vernichtung bzw. Vertreibung der einheimischen Bevölkerung war schon 1945 ein geächtetes Verbrechen. Die Nazi-Führung ist für ähnliche Untaten zu Recht bestraft worden. Weshalb duldet die internationale Gemeinschaft diese Zustände über Jahrzehnte? Das demokratische Deutschland würde nicht einem einzigen der heute in Ostpreußen Lebenden, egal welcher Herkunft ein Haar krümmen, geschweige Jemanden vertreiben. Das beweist unser Land täglich bei der humanen Behandlung von Millionen Fremden hier.
Bodo Giertz
12. April 2010 at 11:23
Der gute Mann sollte mal aufpassen , was er da so redet.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass nicht wenige Russen,
jetzt in den baltischen Staaten keine Zukunft mehr für sich sehen,
dieses Angebot annehmen würden.
Vorrausgesetzt allerdings,
dass Estland und Lettland dann wirklich alles finanzieren.
Den Umzug, neue Wohnungen im Kaliningrader-Gebiet usw.
Das kann teuer werden …..