Die Folgen des schweren Erdbebens von Haiti erschüttern die Welt. Der kleine Inselstaat gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre und gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Das Beben, welches am 12. Januar die Insel mit einer Stärke von 7,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala erzittern ließ, hinterließ ein Bild der Verwüstung: Tote und Verletzte, dazu zahllose zerstörte Gebäude, unter denen noch tausende Menschen vermisst werden.
Doch die Bergung möglicher Überlebender erweist sich als schwierig. Zu groß ist das Ausmaß der Katastrophe, zu gering die Möglichkeiten der haitianischen Hilfskräfte. Darüber hinaus fehlt es an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten. Leichen werden aus Mangel an Alternativen an Straßenrändern gelagert, es droht eine Seuchen-Katastrophe. Zudem häufen sich Meldungen über gewaltsame Plünderungen und Überfälle.
Entsprechend ist man auf internationale Rettungsteams und Spenden angewiesen. Die internationale Hilfswelle lief bereits am Tag nach der Katastrophe an: Vor allem die USA und China gehörten zu den ersten Staaten, die Flugzeuge mit Hilfstrupps in die Krisenregion schickten.
Auch die litauische Staatspräsidentin Grybauskaitė bekundete dem haitianischen Präsidenten Préval ihr Beileid und versprach schnelle Unterstützung für die internationalen Hilfsaktionen. Des Weiteren forderte das Außenministerium die litauische Bevölkerung auf, Nichtregierungsorganisationen, die sich für humanitäre Hilfe in Haiti einsetzen, zu unterstützen.
Außenminister Ušackas betonte ebenfalls Litauens Pflicht als Mitglied der Internationalen Gemeinschaft, nicht wegzusehen, sondern im Gegenteil aktiv an den Hilfsmaßnahmen zu partizipieren. Wie das Außenministerium jetzt mitteilte, werden vorerst 50.000 Litas (ca. 14.500€) für Soforthilfe bereit gestellt.
Ein Tropfen auf den heißen Stein, der zweifelsfrei mit offenen Armen empfangen wird. Wie lange die Bergungsarbeiten in der Region andauern werden, ist nicht abzusehen. Allein die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince mit ihren ca. 1,2 Millionen Einwohnern gilt als weitestgehend zerstört. Experten warnen überdies vor weiteren Nachbeben.
Fotos: UN Photo/Logan Abassi; USGS
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