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Von Ostpreußen nach Kyritz

Veröffentlicht von BR-News on Jan 16th, 2010 und gespeichert unter Gelesen, Ostpreußen. Sie können Kommentare über die Artikel hier mitverfolgen: RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder einen Trackback zu diesem Artikel erstellen

Von Ostpreußen nach Kyritz

Wolfskinder auf dem Weg nach Brandenburg

Eine Publikation der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

Herausgeberin: Dr. Ruth Leiserowitz

Im April 1949 entstand in Kyritz, einer kleinen Stadt in der Prignitz, ein Kinder- und Jugenddorf.

Die Kinder und Jugendlichen, die aus Pinnow in der Uckermark hier herzogen, hatten bereits einen weiten Weg hinter sich gebracht. Nur wenige Jahre früher, im Herbst 1947 und 1948 waren sie mit Transporten aus dem ehemaligen Ostpreußen, aus Königsberg, dem nunmehrigen Kaliningrader Gebiet in die SowjetischeBesatzungszone gekommen. Viele von ihnen hatten damals die Reise im Herbst in ungeheizten Güterwagen zurückgelegt, wobei diese manchmal sogar eine ganze Woche gedauert hatte. Entsetzlich abgemagert, verlaust, zerlumpt und oft krank erreichten sie die Oder und wurden rasch in Quarantänelagern untergebracht. Nicht nur gesundheitliche Gründe bewogen die Behörden zu diesem Schritt.

Die übrige deutsche Bevölkerung sollte nicht erfahren, in welchem Zustand diese Bürger, nicht nur Kinder sondern auch zahlreiche Erwachsene, insgesamt 100.000 Personen aus einem Gebiet ankamen, das jetzt zu der UdSSR1 gehörte. Keiner sollte den Anblick und die Kleidung der Transportinsassen mit den Verhältnissen in der Sowjetunion in Bezug setzen und so Anlaß haben, diffamierendes über die sowjetischen Zustände zu äußern.

Die fortlaufenden Demontagen, Verhaftungen ehemaliger SPDMitglieder und ähnliche Aktionen wie auch „Ossawakim“ – der Abtransport deutscher Techniker und Spezialisten in die UdSSR – hatten die Negativstimmungen in der Bevölkerung beträchtlich genährt und schwächten deutlich die Position der SED, die von der Bevölkerung für alle Dinge, die im Zusammenhang mit der sowjetischen Besatzung geschahen, verantwortlich gemacht wurde.

Jede unpopuläre Aktion der SMAD versetzte der neuen Partei Nackenschläge und ließ sie nach jedem nur erdenklichen Mittel greifen, um Einflusssphären gegenüber den anderen Parteien und politischen Gruppierungen zu erobern und sie zu sichern….

Lesen Sie mehr. Link zu dem Buch als pdf-Datei

Von Ostpreußen nach Kyritz
Wolfskinder auf dem Weg nach Brandenburg
Ruth Leiserowitz
(PDF-Datei, 2,2 MB)

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