Brüssel — Ein nicht unwesentlicher Teil der EU-Bevölkerung ist von Armut bedroht. 17 Prozent leben laut EU-Statistikamt Eurostat unter der Armutsschwelle.
Die höchste Armutsgefährdung verzeichnen Lettland (26%), Rumänien (23%), Bulgarien (21%), Griechenland, Spanien und Litauen (je 20%), Estland (19%), Polen (17%).
Die niedrigsten Raten wiesen Tschechien (9%), die Niederlande und die Slowakei (beide 11%) auf.
Als von Armut gefährdet gelten Personen, deren Einkommen nach Sozialleistungen unter einem Wert von 60 Prozent des durchschnittlichen nationalen Einkommens liegt. Damit die Länder miteinander verglichen werden können, wird die Schwelle in Kaufkraftparitäten umgerechnet.
Besonders betroffen sind Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Jeder fünfte EU-Bürger unter 17 Jahren und jeder fünfte Einwohner ab 65 Jahren ist laut Eurostat in der EU von Armut bedroht.
In 20 der 27 Mitgliedstaaten waren die entsprechenden Quoten für Kinder höher als für die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Armutsgefährdungsquote demnach für die bis zu 17-Jährigen in der EU bei 20%. Die höchste Armutsgefährdung für Kinder weisen Rumänien (33%) und Bulgarien (26%), die niedrigsten Dänemark (9%), Slowenien und Finnland (beide 12%).
Auch ältere Menschen sind stärker von Armut bedroht als die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Armutsgefährdungsquote für Menschen ab 65 Jahren in der EU bei 19%. Die höchste Gefährdung für Ältere wurde für Lettland (51%), Zypern (49%), Estland (39%), Litauen (29%) und Polen (12%) verzeichnet, die niedrigste für ältere Menschen in Ungarn (4%), Luxemburg (5%) und Tschechien (7%).
Auch in ganzem Baltikum ist die Lage von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen schlechter als jene der restlichen Gesellschaft.
Quelle: EU-Statistikamt Eurostat









