Noch immer sind die drastischen Folgen der Finanzmarktkrise zu spüren. Banken stehen unter hohem finanziellen Druck, Firmen müssen aufgrund fehlender Kredite die Insolvenz anmelden und Arbeitnehmer werden zwangsläufig entlassen.
Gerade die baltischen Staaten, und insbesondere Lettland, waren schwer von dem Platzen der Spekulationsblase und dem darauf folgenden volkswirtschaftlichen Einbruch getroffen.
„Die Schwäche all dieser Länder war der Kreditboom, der zu einer Überhitzung geführt hat“ sagt Anne-Marie Gulde, Missionschefin für Osteuropa beim Internationalen Währungsfond. Und die Folgen der wirtschaftlichen Talfahrt sind klar erkennbar: Die lettische Arbeitslosenquote zum Beispiel ist so hoch wie in kaum einem anderen Land der EU.
Es gibt jedoch Licht am Ende des Tunnels: So bestätigte der IWF eine erkennbare Stabilisierung der lettischen Wirtschaft. Nicht zuletzt dank einer Finanzspritze von 7,5 Mrd. Euro des IWF, zeigte sich Gulde, vorsichtig optimistisch: Die Herausforderung sei nach wie vor gigantisch, doch grundsätzlich seien Fortschritte zu beobachten, sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters.
Dazu gehört auch der Ausbau internationaler Handelsbeziehungen. So traf sich unlängst Lettlands Außenminister Māris Riekstiņš mit seinem ungarischen Pendant Péter Balázs, um eine Intensivierung der ökonomischen Beziehung der beiden osteuropäischen Länder zu verhandeln.







