Die Präsidenten Estlands und Litauens haben international für Aufsehen gesorgt, als sie die Teilnahme an den Feiern zum 60. Jahrestag des Weltkriegsendes vor fünf Jahren in Moskau absagten.
Nun ist in den baltischen Ländern erneut eine Debatte zu dem Thema entbrannt, doch nach Ansicht der Tageszeitung Latvijas Avīze unter anderen Vorzeichen:
“Vor fünf Jahren gab es einen konkreten Grund für die Diskussionen: Präsident Putin hatte Einladungen verschickt, die man annehmen oder ablehnen konnte. In diesem Jahr ist niemand von uns gebeten worden, aber trotzdem wird über eine mögliche Teilnahme geredet.
… Am klügsten hat da bislang noch Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaitė reagiert: Sie hat erklärt, sie wolle zuerst Präsident Medwedjew bei den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens in Vilnius sehen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass der russische Präsident aus diesem Anlass nach Litauen fährt, und deshalb muss sich Dalia Grybauskaitė auch nicht auf den Roten Platz stellen.”
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