
Der T-55 war der mittlere Standardpanzer der Streitkräfte der Sowjetarmee sowie ihrer Verbündeten, etwa der NVA der DDR, in den 1960er- und 1970er-Jahren. | Bild: wikipedia
Für eine Panzerübung muss die estnische Armee beim Nachbarn Lettland einen sowjetischen Panzer vom Typ T-55 borgen. Das baltische Land hat keine eigene Panzertechnik.
Tallinn (RIA Novosti) — Wie die russische Nachrichtenwebsite Newsru.com unter Verweis auf die estnische Internetzeitung Ohtuleht schreibt, wurde Estland für den eigenen Stolz bestraft: Noch 1999 habe Polen dem Land fünf T-55-Panzer als Geschenk angeboten. Estland, damals noch Nato-Beitrittskandidat, habe das Angebot mit der Begründung abgelehnt, die russische Kriegstechnik entspräche nicht den Standards des Nordatlantikpaktes.
Polen hingegen störte sich nicht an seinen russischen Panzern und wurde sogar schneller als Estland in die Nato aufgenommen, während Estland bisher immer noch keine Panzertechnik hat.
Die estnische Armee hätte auch diesmal ohne Panzer auskommen können, wenn sie nicht die neuen Panzersperren testen müsste.

EML Admiral Cowan (M313) ist ein Minenjagdboot der Sandown-Klasse, die einstige HMS Sandown als Führungsschiff ihrer Klasse in der Royal Navy, nun in der Estnischen Marine. Sie ist Teil der estnischen Minenabwehrdivision Miinilaevade Divisjon. | Foto: Peeter Langovits
Estland beteiligt sich mit bis zu vier Schiffen an dem im Herbst in finnischen Gewässern geplanten Grossmanöver.
Wie das Verteidigungs-ministerium in Tallinn bekannt gab, soll die genaue Zahl im Lauf der Schiffe des Sommers festgelegt werden.
Im Gespräch seien unter anderem Minentaucherboote und Minensucher.
Das Manöver mit dem Namen “Northern Coast” (Noco) findet vom 10. bis 24. September statt und ist das bislang grösste Marinemanöver in der finnischen Geschichte.
Geplant ist die Teilnahme von 50 Schiffen und 2.500 Personen aus Finnland, Estland, Lettland, Schweden, Dänemark, Deutschland, Polen, den Niederlanden, Frankreich und den USA.
“Eine solche grosse internationale Operation bedeutet für uns eine grosse Herausforderung, aber wir liegen im Zeitplan”, erklärte Vizeadmiral Juha Rannikko.
Die gesamte finnische Marine beteiligt sich, Deutschland und Schweden entsenden jeweils 12-15 Schiffe.
Das Manöver findet im Schärengarten und in der Region zwischen Uusikaupunki und Hanko statt.
Ein Zusammenhang mit dem Bau der Gaspipeline “Nord Stream” durch die Ostsee wurde von der finnischen Marineleitung zurückgewiesen. | Quelle: Finnland Online
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