
Es gibt in Estland kleine Ortschaften, in denen schon längst kein Zug mehr hält... | Foto: Urmas Luik
Während die Telekommunikation in Estlands städtischen Regionen große Fortschritte macht, wird die Gesamtinfrastruktur in den ländlichen Teilen des Landes immer schlechter, kritisiert die Tageszeitung Postimees:
“Es gibt reihenweise kleine Ortschaften, in denen schon längst kein Zug mehr hält, die Busfahrpläne werden ausgedünnt, die Postämter geschlossen, es gibt keinen Geldautomaten und bis zum nächsten Laden sind es mehrere Kilometer.
Diese Probleme wären nicht gar so schwer zu verkraften, wenn es stattdessen einen schnellen und funktionierenden Internetzugang gäbe. Aber während die Telekommunikationsunternehmen nicht an Geld für Werbekampagnen sparen, ihr jeweiliges Netz als das beste auf der ganzen Welt anpreisen und sich irgendwo in Tallinn ständig neue PR-Tricks ausdenken, sieht die Wirklichkeit anders aus.
Wer in der Tasche ein neues 3G-Handy hat, weiß gut, dass schnelles Internet im tiefen Wald nur in der Werbung funktioniert – und genau darin besteht die Kluft zwischen Stadt und Land.”
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