Bereits seit Ende 2008 sind die Folgen der Finanzmarktkrise weltweit zu spüren. Aus europäischer Sicht waren die Auswirkungen in den baltischen Staaten besonders gravierend. So musste auch die litauische Wirtschaft drastische Verluste in 2009 registrieren. Es sei nun das erklärte Ziel, die litauische Finanzpolitik wieder in verantwortungsbewusstere Bahnen zu lenken, so Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė.
Dazu gehöre es auch, die Einführung des Euro weiter voran zu treiben. Ein Vorhaben, dass bereits 2014, bzw. 2015, umgesetzt werden soll, so Grybauskaitė gegenüber der lettischen Zeitung Diena. Dabei profitiere Litauen nun, von Finanzspritzen seitens der EU und des Internationlen Währungsfonds (IWF) abgesehen zu haben.
Im Gegensatz zu den lettischen Nachbarn, die Ende 2008 eine Unterstützung von 7,5 Mrd. Euro des IWF dankend annahmen, wolle sich Litauen eine gewisse Unabhängigkeit bewahren. Es sei wichtig, die Entscheidungshoheit für die eigene Wirtschaft in Händen zu halten, ohne zuviele Zugeständnisse gegenüber Forderungen der EU, bzw. des IWF, machen zu müssen, so Grybauskaitė.
tis
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