In vielen Ländern Osteuropas nimmt die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben zu – nicht jedoch in Litauen, kritisiert das Nachrichtenportal Delfi:
“Zwar gilt seit 1993 ein Gesetz, wonach die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten verboten ist, aber über Gay-Paraden braucht man bei uns gar nicht erst zu sprechen, nachdem zuletzt 2006 und 2007 in Vilnius Versammlungen aus Sicherheitsgründen verboten wurden. Begründet wurde dies mit einer Umfrage, wonach 81 Prozent der Litauer Homosexualität für eine Krankheit halten.
… Es scheint, als lebe ein Großteil der Litauer in einer anderen Welt als die Westeuropäer, wo dieses Problem überhaupt nicht existiert.
… Litauen wird am Ende gezwungen sein, die von der EU verabschiedeten Normen einzuhalten, so sehr bestimmte Organisationen und bestimmte Bürger auch dagegen sind. Wir können die EU-Politik nicht verändern, haben es aber geschafft, das Bild von einem Volk homophober Fanatiker zu zeichnen, das die Menschenrechte nicht respektiert.”
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