Für Estland wäre der Euro die einzige Chance gegen die Abwertung der heimischen Krone und für mehr Wachstum.
Durch rigorose Maßnahmen hat die Regierung das Staatsdefizit gedrückt, um die Maastrichter Kriterien für die Euro-Einführung zu erfüllen. Es gibt aber auch Euro-Kritiker im Land.
Von der EU und von der Weltbank kommen positive Signale, die Regierung solle den Schritt wagen. Um die Wirtschaftkrise zu mildern gab es aber immer wieder auch die Forderung die estnische Krone drastisch abzuwerten, um die estnischen Unternehmen wieder konkurrenzfähig zu machen und den Export anzuschieben. Das würde aber bedeuten, dass die Euroeinführung sich um Jahre verzögern würde. Die Esten gehen einen anderen Weg. Sie haben ihre Krone an den Euro gekoppelt, um ihren Willen deutlich zu machen, dass sie den Euro einführen wollen. Estland – ein Euro-Kandidat in Zeiten, in denen die Gemeinschaftswährung durch Defizitsünder wie Griechenland oder Spanien unter Druck geraten ist – Reportage von Karl Harenbrock.
Quelle: Deutsche Welle
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