In Brüssel wird am Mittwoch die EU-Kommission über Islands Antrag zum EU-Beitritt beraten.
Nur zwei Punkte könnten bei den Verhandlungen heikel werden, analysiert der Blog Der Nachbar:
“Da wären die wütenden Niederländer und Briten, die unbedingt 3,8 Milliarden Euro zurückhaben wollen, die sie durch den Kollaps der Landsbanki-Onlinetochter Icesave verloren haben. Das Problem ist, dass die Isländer gar nicht einsehen, wieso sie das Geld zurückzahlen sollen, das nicht sie, sondern einige Banker verbrannt haben. Das zweite Problem ist nachhaltiger.
… Die Isländer verfügen im Atlantik über eine 200-Seemeilen tiefe nationale Fischereizone mit einer Größe von 760.000 Quadratkilometern.
… Nach EU-Recht müssten diese zu EU-Gewässern werden.
… Die Norweger haben einen bereits ausgehandelten EU-Beitritt ihres Landes schon zweimal per Referendum gestoppt: 1972 und 1994. Auch hier spielte der Fisch eine entscheidende Rolle.”
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