In der vergangenen Woche hat die britische Tageszeitung The Times berichtet, dass acht EU-Staaten, darunter auch Litauen, eine Organisation gegründet hätten, die in Wirklichkeit die Entsorgung radioaktiver Abfälle plane.
Die Tageszeitung Respublika sieht die litauische Öffentlichkeit übergangen:
“The Times weiß auch schon, wo der Friedhof für den Atommüll aus der ganzen EU entstehen soll: in Osteuropa, vielleicht sogar in Litauen.
In unserem Land ist bereits die wenig bekannte Agentur Rata in diesem Bereich aktiv, und ihr Leiter Dainius Janėnas ist nun mit der Wahrheit herausgerückt: Ja, der europäische Atommüll kann auch in Litauen endgelagert werden – und das, obwohl unsere Gesetze die Einfuhr radioaktiver Abfälle verbieten. Darauf hatte Janėnas auch schon eine Antwort: Die Gesetze könnten ja geändert werden. Müssten sie aber gar nicht: Per EU-Richtlinie könnte Litauen offiziell zur europäischen Atommüllhalde erklärt werden. Haben die Bürger denn gar kein Recht mitzuentscheiden, ob ihre Kinder zwischen radioaktiven Abfällen aufwachsen sollen?”
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Lasst doch bitte die einmalige Natur im Baltikum so wie sie ist.