Der Verkauf französischer Helikopterträger vom Typ Mistral an Russland hat in der estnischen Öffentlichkeit für Aufregung gesorgt.
Die Tageszeitung Eesti Päevaleht versucht, die erhitzten Gemüter zu beschwichtigen:
“Was würde sich ändern, wenn ein Mistral unter russischer Flagge auf der Ostsee kreuzt? Für Estland praktisch nichts. Schon jetzt verfügt Russlands Baltische Flotte über hunderte Schiffe, zu deren Aufgaben es gehört, Material und Menschen zu befördern. Als ein Mistral kürzlich in St. Petersburg weilte, landete auf dem Deck auch der neue Kampfhelikopter Ka-52, aber auch dieses technische Detail ist für uns ohne Bedeutung: Wir haben mit dem russischen Gebiet Leningrad ohnehin einen riesigen Helikopterträger direkt vor der Haustür. Wenn etwas die Sicherheit Estlands gefährdet, dann sind es unsere eigenen staatlich bezahlten Leute, die den raketengestützten Küstenschutz vernachlässigen. Die Schiffskäufe der Russen sind ihre eigene Sache, zumal der Mistral auch bei menschlichen Katastrophen eingesetzt werden kann.”
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