Der Internationale Frauentag am 8. März ist eine wichtige Gelegenheit, auf mangelnde Gleichberechtigung aufmerksam zu machen, meint die Tageszeitung Postimees (Estland):
“Am vergangenen Freitag hat die Europäische Kommission mitgeteilt, dass Frauen in der EU durchschnittlich 18 Prozent weniger verdienen als Männer. Dabei hat sich die Lohnschere in den vergangenen 15 Jahren in manchen Ländern sogar noch weiter geöffnet, und Justizkommissarin Viviane Reding hat kämpferisch dazu aufgefordert, die Unternehmen zu bestrafen. Die Frage ist freilich, ob radikale Methoden wie Quoten oder Sanktionen die Lage eher verbessern helfen als beispielsweise mehr Elternzeit für Väter. Der zweite wichtige Punkt betrifft die häusliche Gewalt, auch wenn die Statistik zeigt, dass die Fälle in unserem Land im vergangenen Jahr rückläufig waren.
… Der Internationale Frauentag sollte der Tag sein, an dem wir mehr an diese Dinge denken, aber die Probleme dürfen an den übrigen Tagen des Jahres nicht unter den Teppich gekehrt werden.”
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