Amsterdam/BR. Der Flughafen Schiphol in Amsterdam bietet kürzlich einen neuen Dienst an, den Sex in Duty-Free Räumen. Die elegant gekleideten Frauen aus Litauen, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Russland bedienen auf Wunsch die männlichen Passagiere, die auf ihren Weiterflug warten. Die Edelprostituierten kommen morgens mit Billigflügen an, tagsüber wird gearbeitet und abends reisen dann die Damen zurück nach Vilnius, Sofia, Bukarest, Budapest oder Moskau. ,,Sie reisen gar nicht in die Niederlande ein, sondern bleiben im Duty-Free-Bereich“, berichtet eine KLM-Mitarbeiterin laut Medienberichten.
Am Flughafen gibt es zwei Hotels, die man für die intime Stunden benutzen kann, die schnelle Nummern werden auf der Toilette angeboten. ,,Die Damen machen sicher einen hohen Gewinn, sonst würden sie nicht täglich hin- und herfliegen,‘‘ meint die KLM-Mitarbeiterin.
Freudenmädchen sind kreativ
Prostitution ist in den Niederlanden legal und so will auch Flughafenverwaltung gegen das horizontale Gewerbe nicht durchgreifen. ,,Wir beobachten die Entwicklung, aber schreiten erst dann ein, wenn sich jemand bei uns beschwert und Anzeige erstattet,‘‘ sagte ein Sprecher der niederländischen Grenzschutzpolizei.
Auch bei der Amsterdamer Prostituierten-Gewerkschaft ,,De Rode Draad‘‘ ist man mit dem neuen Phänomen vertraut. ,,Huren sind eben kreativ. Solange die Frauen das freiwillig machen und nicht Opfer von Menschenhändlern sind, gibt es eigentlich nichts dagegen einzuwenden,‘‘ sagte Metje Blaak vom ,,Rode Draad.‘‘ Sie ging früher selbst anschaffen.
Noch vermieten nur die Frauen den männlichen Passagieren auf dem Landeplatz Schiphol ihren Körper. Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis auch männliche ,,Stricher‘‘ den lukrativen Markt des Flughafens entdecken.
Der Airport der niederländischen Metropole ist ein typischer Transit-Flughafen und mit jährlich rund 45 Millionen Passagieren der viertgrößte Landeplatz Europas. Das bedeutet, dass viele Passagiere hier oft lange Wartezeiten haben. Da muss man sich die Zeit vertreiben können, egal ob sie sich massieren lassen, ins Kasino, Restaurant oder Einkaufen gehen. Ab jetzt heißt der neue Slogan von Amsterdamer Flugplatz: kommen, kaufen, Sex und fliegen. (ast)
Symbolfoto: Aino Siebert
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