Sotschi/BR. Der Streit zwischen Russland und die NATO um das geplante Raketenabwehrsystem geht weiter. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wies am Montag (23. Januar) in Sotschi Forderungen Moskaus nach einem gemeinsamen System zurück. Trotz der Meinungsunterschiede wolle man aber weiterhin zusammenarbeiten. “Wir haben keine Lösung gefunden, aber es gibt noch andere Möglichkeiten”, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow nach den Gesprächen.
Über den Militäreinsatz in Libyen sind sich die Gesprächspartner weiterhin uneinig. Das russische Staatsoberhaupt Dmitrij Medwedew beriet sich in der Schwarzmeermetropole zunächst mit seinem südafrikanischen Kollegen Jacob Zuma über die Situation in Libyen, bevor er mit Rasmussen zusammenkam. Vor den Gesprächen Medwedews mit NATO-Generalsekretär brachte die russische Regierung nochmals ihre abweisende Haltung gegenüber “ausländischer Einmischung” in Libyen zum Ausdruck. Lawrow erklärte außerdem, es gebe ein Waffenembargo gegen Libyen, jede Waffenlieferung verstoße deshalb die Resolution. Rasmussen wiederum vertrat die Meinung, dass die Waffenlieferungen die Sicherheit der Zivilbevölkerung unterstützten. (ast)
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