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von | 11.05.2012 | 11:25 ET in Europe

 

Ein Auktionshaus versteigert die Krankenakten von Adolf Hitler

Adolf Hitler, Porträt

Adolf Hitler - Porträt

Ein U.S.-Auktionshaus bietet derzeit einmalige historische Dokumente zum Kauf an: Eine Zusammenfassung der Krankenakte von Adolf Hitler und einen fast 180 Seiten langen, ausführlichen Bericht von einem seiner Leibärzte. Den Unterlagen zu Folge hatte der „Führer“ starke Blähungen, nahm regelmäßig Kokain und lies sich Potenzmittel aus Bullenhoden spritzen.

Selten dürften simple medizinische Unterlagen so viel Aufsehen erregt haben, wie die aktuellen Angebote 47/181 und 47/182 des U.S.-Auktionshauses „Alexander Historical Auctions”. Das auf historische Stücke spezialisierte Haus mit Sitz in Stamford / Connecticut bietet unter diesen Nummern derzeit die zusammengefassten Krankenakten von Adolf Hitler zur Versteigerung an. Auch ein ausführlicher Bericht eines seiner Leibärzte über den Gesundheitszustand des „Führers” findet sich in der Angebotsliste.

Die Unterlagen erlauben einen tiefen Einblick in den körperlichen Zustand des Diktators: Hitler litt demnach unter “unkontrollierbaren Blähungen”, die er mit bis zu 28 unterschiedlichen Medikamenten gleichzeitig zu behandeln versuchte – darunter auch Pillen aus Strychnin, welche seine Darmprobleme vermutlich eher noch verschlimmerten. Auch konsumierte der „Führer” regelmäßig Kokain zur Behandlung seiner Nasen-Nebenhöhlen; dies geschah scheinbar in so großem Ausmaß, dass seine Ärzte die Dosis wegen Suchtgefahr herabsetzen mussten. Der Diktator ließ sich außerdem Spritzen mit Extrakten aus dem Hoden und der Prostata junger Bullen setzen. Diese dienten vermutlich als Potenzmittel zur Steigerung der Libido.

Die medizinischen Unterlagen Hitlers enthalten auf 45 Seiten neben Notizen seiner Ärzte auch zehn Röntgenbilder seines Schädels, mehrere Ergebnisse von Hirnstrommessungen (EEG) sowie einige Zeichnungen seines Naseninneren. In einer zweiten Auktion wird ein 178-seitiger Bericht über Hitlers Gesundheitszustand und seine medizinische Behandlung nach dem missglückten Bombenanschlag aus dem Jahr 1944 angeboten. Dieser wurde von Dr. Erwin Giesing nach Kriegsende in amerikanischer Gefangenschaft verfasst. Giesing war einer von Hitlers Leibärzten und maßgeblich für seine medizinische Betreuung nach dem Attentatsversuch durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg verantwortlich.

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