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von | 20.09.2011 | 12:56 ET in Europe

 

Alexandra — Mein Freund der Baum

Alexandra, bürgerlich Doris Nefedov, geborene Treitz, (* 19. Mai 1942 in Heydekrug, Memelland, Litauen; † 31. Juli 1969 in Tellingstedt / Holstein) war eine deutsche Sängerin, Gitarristin und Komponistin.

Aus Wikipedia:

Doris Treitz wurde als letzte von drei Töchtern der Eheleute August und Wally Margarete Treitz, geb. Swetosch, im damals zum Deutschen Reich gehörenden Memelland geboren.[1][2] Ihre Familie flüchtete 1944 vor der Roten Armee zunächst nach Sachsen und dann nach Kiel, wo der Vater bereits kurz zuvor eine Wohnung im Knooper Weg 163 (Erdgeschoss rechts) organisiert hatte.[3] Dort in Kiel besuchte Doris Treitz zunächst die Volksschule und danach die Ricarda-Huch-Schule, damals ein Mädchengymnasium. Früh brachte sich das künstlerisch wie musikalisch talentierte Mädchen das Gitarrespiel bei, erhielt Klavierunterricht und begann, eigene Lieder und Gedichte zu schreiben. 1962 nahm sie an der Miss-Germany-Wahl teil und belegte den neunten Platz.

Mit 17 Jahren wollte sie als Modedesignerin arbeiten. Kurz vor ihrem Abitur brach sie die Schule ab und begann ein Grafikstudium an der Muthesius-Werkkunstschule.[4] In dieser Zeit hatte sie mehrere Gelegenheitsjobs, unter anderem als Sekretärin, Stenotypistin und Zimmermädchen. Von ihren Ersparnissen und dem Erlös aus dem Verkauf selbst gezeichneter Bilder konnte sie sich ihre erste eigene Gitarre kaufen. 1961 zog sie zusammen mit ihrer geschiedenen Mutter und ihrer Schwester Melitta nach Hamburg.

Dort wohnten sie in einer kleinen Wohnung im südlichen Stadtteil Rothenburgsort.[5] Doris besuchte zunächst die Meisterschule für Mode; die 19-jährige lernte aber bald den 30 Jahre älteren russischen Emigranten Nikolai Nefedov kennen, der bei ihnen zur Untermiete wohnte. Noch im selben Jahr heirateten beide. Anschließend wollte sie mit Nefedov in die USA auswandern. Bevor es dazu kam, brachte die 20-jährige am 26. Juni 1963 ihren Sohn Alexander zur Welt. Mit der Mutterrolle zunehmend überfordert, schien der Traum von einer großen Karriere als Sängerin und Schauspielerin für sie unerreichbar. Die Ehe scheiterte schließlich, und Nikolai Nefedov wanderte allein in die USA aus. Sie nahm, in Anlehnung an den Namen ihres Sohnes, den Künstlernamen Alexandra an, da sie ihren Vornamen „Doris“ als zu bürgerlich und ihren Nachnamen als nicht klangvoll empfand.

Alexandra versuchte, ihr Studium zu beenden und arbeitete nebenbei als Zeichnerin. Währenddessen versorgte ihre Mutter, bei der sie weiterhin wohnte, das Kind. Nach einem Abschluss an der Margot-Höpfner-Schauspielschule in Hamburg erhielt sie ein Engagement an einem Theater in Neumünster und nahm Gesangsunterricht. Kurzzeitig sang sie 1965 bei den City Preachers. Bald darauf wurde der Schallplattenproduzent Fred Weyrich bei seiner Suche nach Talenten auf die tiefe, rauchige Stimme der Sängerin aufmerksam und sah eine Marktlücke, in der er Alexandra positionieren konnte. Unter dem Management von Hans R. Beierlein wurde Alexandra zum Star aufgebaut; mit ihren melancholischen Liedern und ihrem Aussehen passte die aufstrebende Künstlerin ganz in ein Format, das bisher noch nicht von der deutschen Schlagerbranche vermarktet wurde: Russland. Mit dem Orchester Hazy Osterwald folgten die ersten Tourneen quer durch die Bundesrepublik Deutschland und 1967 auch in die Sowjetunion.

Mit 25 Jahren kam der Durchbruch für Alexandra: Sie konnte ihre ersten beiden Erfolge Zigeunerjunge (komponiert von Hans Blum) und Sehnsucht (Rudi Bauer/Fred Weyrich) in den Schlagerparaden verbuchen. Doch die auf ihr Image maßgeschneiderten Lieder stellten die Sängerin und Komponistin Alexandra nicht zufrieden; sie wollte mehr als nur slawisch-folkloristisch orientierte Schlager singen. Ihr Produzent sagte später: „Sie hat das Lied Sehnsucht gehasst und es nur ein einziges Mal unter Tränen bei der Plattenaufnahme gesungen.“

Die vielsprachige Alexandra fand Kontakt zu französischsprachigen Chansonniers wie Salvatore Adamo, Gilbert Bécaud und Yves Montand und reiste nach Brasilien, um mit dem Musiker und Sänger Antônio Carlos Jobim (u. a. The Girl from Ipanema) zusammenzuarbeiten. Hier fand sie vermutlich zu ihrer stärksten musikalischen Ausdruckskraft. Der Fotograf, Kameramann und Regisseur Truck Branss verfilmte die Reisen für die ARD-Show „Alexandra: Ein Portrait in Musik“ (1969).
Zurück in Deutschland entstand eine enge Freundschaft und Zusammenarbeit mit Udo Jürgens. Anfang 1969 verließ Alexandra Hamburg und kaufte sich eine Eigentumswohnung in der Baldurstraße in München-Nymphenburg. Mitarbeiter aus ihrem näheren Umfeld berichteten, dass sie zunehmend mürrisch und unduldsam wurde. Alexandra sollte an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix de la Chanson neben Siw Malmkvist, Peggy March und Rex Gildo mit drei Beitragstiteln auftreten. Aufgrund gesundheitlicher Probleme rieten ihr die behandelnden Ärzte von diesem Vorhaben ab. Die Lieder sind bis heute nicht bekannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_%28S%C3%A4ngerin%29

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